Die EU-Länder werden in den nächsten fünf Jahren nur etwa 500 Mrd. EUR für die Verteidigung ausgeben können, statt der gewünschten 800 Mrd. EUR.


Laut Fitch Ratings erwägt die EU eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben, da die Vereinigten Staaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die Sicherheit Europas gesorgt haben, nicht bereit sind, diese Rolle weiterhin zu übernehmen.
Die Experten erklärten: „Dies ist eine große Herausforderung in einer Zeit, in der einige der größten Mitgliedsstaaten mit hohen Schulden und Defiziten zu kämpfen haben“.
Sie gehen davon aus, dass 500 Mrd. EUR in den nächsten vier bis fünf Jahren machbar sind. Fitch merkte außerdem an, dass Länder, die weiter von Russland entfernt sind, eine geringere Notwendigkeit verspüren könnten, ihre Verteidigungshaushalte zu erhöhen.
Die Agentur erwartet, dass die langfristigen Verteidigungsausgaben in Deutschland und Frankreich 3,3% des BIP erreichen werden. In Italien und Spanien hingegen werden die Verteidigungsausgaben voraussichtlich nur 2% des BIP erreichen. Insgesamt dürften die Verteidigungsausgaben in Europa bis 2028 zwischen 2,5% und 2,6% des BIP liegen, was immer noch unter dem NATO-Ziel von über 3% liegt.