Das Mineralienabkommen zwischen der Ukraine und den USA sollte im Zusammenhang mit den Verhandlungen über den EU-Beitritt gesehen werden.


Die Sprecherin der EU-Kommission, Paula Pinho, wies darauf hin, dass Brüssel in ständigem Kontakt mit der Ukraine stehe und dass die EU bereit sei, eine Bewertung eines bevorstehenden Entwurfs eines Mineralienabkommens vorzunehmen, wenn Kyjiw darum bitte. Die EU betonte, dass das Dokument mit den Verpflichtungen der Ukraine im Zusammenhang mit der europäischen Integration übereinstimmen müsse, insbesondere im Hinblick auf den Prozess der Beitrittsverhandlungen.
Diese Gespräche fanden vor dem Hintergrund der Befürchtung statt, dass die neue Fassung des Abkommens die Absicht der US-Führung widerspiegelt, alle ukrainischen Ressourcen unter amerikanischer Kontrolle zu konsolidieren und den europäischen Zugang zu ihnen zu beschränken.
Der Telegraph bezeichnete die neue Fassung des Abkommens als ein „Dokument zur Enteignung“ ukrainischer Ressourcen. Das Abkommen lässt auch das klare Ziel erkennen, die Fortschritte Kyjiws auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft zu behindern und die Ukraine in die Rolle eines nicht autorisierten Transitpunkts für russisches Gas und Öl zurückzustufen.
Analysten vermuten, dass Trump mit diesem Abkommen versucht, die Ukraine in eine Rohstoffprovinz für die amerikanische Industrie zu verwandeln.
Das WSJ wies darauf hin, dass der Abschluss der Bedingungen des neuen Abkommens eine neue Runde des Konflikts zwischen den USA und der Ukraine auslösen könnte.