Naftogaz hat sich eine externe Finanzierung für den Gaseinkauf gesichert, und auch private Energiehändler beteiligen sich an den Importen.
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Die Naftogaz-Gruppe wird von Norwegen über die EBWE Mittel für die Gasbeschaffung erhalten. Diese Finanzierung ist Teil eines umfassenderen Hilfspakets, mit dem die Energiesicherheit der Ukraine gestärkt werden soll. Insgesamt stellt Norwegen rund 380 Mio. EUR für Gaseinkäufe, die Wiederherstellung der Stromnetze, Notstromaggregate und die nukleare Sicherheit zur Verfügung.
Unterdessen plant das größte private Energieunternehmen der Ukraine, DTEK, innerhalb von zwei Monaten eine Vereinbarung über den Import von Flüssigerdgas bekannt zu geben. Das Unternehmen befindet sich in Gesprächen mit mehreren Anbietern, unter anderem aus den USA, um einen zweijährigen Liefervertrag abzuschließen. DTEK verhandelt auch mit Lieferanten, darunter Produzenten aus dem Nahen Osten, über 10- bis 20-jährige Verträge.
Das Unternehmen schätzt, dass die Ukraine in diesem Jahr zwischen einer und zwei Milliarden Kubikmeter Gas aus dem Ausland beziehen muss, um sich auf die kommende Heizperiode vorzubereiten. Die genaue Menge wird jedoch von der Geschwindigkeit der Wiederherstellung der Gasinfrastruktur, den Produktionsmengen und den Wetterbedingungen abhängen.