Großbritannien hat vorgeschlagen, dass die europäischen Länder einen supranationalen Fonds für den zentralen Kauf von militärischer Ausrüstung, die Anhäufung von Waffenbeständen und die Finanzierung der Wiederaufrüstung des Kontinents einrichten. Es wird davon ausgegangen, dass der neue Fonds in der Lage wäre, auf den Finanzmärkten Mittel zu günstigen Konditionen zu beschaffen, Darlehen für militärische Projekte zu gewähren und Waffen direkt zu kaufen. Obwohl kein konkreter Finanzierungsbetrag genannt wurde, ist bekannt, dass in Europa ein Finanzierungsdefizit im Verteidigungsbereich in Höhe von mehreren hundert Mrd. Euro besteht, das durch das neue Instrument behoben werden könnte.
Der vorgeschlagene Fonds wird es den teilnehmenden Ländern ermöglichen, Waffen zu kaufen, ohne ihre nationalen Haushalte zusätzlich zu belasten, und stattdessen Waffenkäufe durch Darlehen und Garantien zu finanzieren. Zu den möglichen Käufen gehören Munition, Ersatzteile für Panzer und Flugzeuge sowie Luftabwehrsysteme.
Einige europäische Regierungen haben sich jedoch zurückhaltend zu dieser Initiative geäußert. Ein Beamter nannte die Idee „unpraktisch“ und erklärte, dass ihre Umsetzung viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Ein anderer Beamter betonte, dass die EU bereits an der Einrichtung eines eigenen Verteidigungsfonds in Höhe von 150 Mrd. EUR arbeitet.